Dentale Wellness
Dr. Lucius Meister

Zahnarzt
Ordination Dr. Meister
Mollardgasse 2/4
1060 Wien
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Kopf- und Ohrenschmerzen sowie Nacken- und Schulterverspannungen haben die Ursache im Kiefergelenk

Das neuromuskuläre System im Kopfbereich reagiert äußerst empfindlich auf Umwelteinflüsse. Stress, Hektik und Ärger müssen tagtäglich von uns verarbeitet werden. Man presst oder knirscht nachts unbewusst mit den Zähnen. Morgens wacht man schon mit Kopfschmerzen auf, insbesondere im Bereich der Stirn und der Schläfen. Dieser Spannungskopfschmerz deutet auf eine Muskelverspannung der Kopf-, Nacken- und Kiefermuskulatur hin. Unbewusst wird eine neue Bisslage eingenommen, die wiederum zu solchen Verspannungen führen kann. In der Regel werden diese Beschwerden durch eine individuell angefertigte Aufbissschiene durch den Zahnarzt therapiert.

Wenn wir Stress haben, löst unser Körper unbewusst eine Reihe von Reflexen aus. Einer von diesen Reflexen ist: wir beißen unsere Zähne zusammen (woher kommt wohl sonst der Ausdruck „Durchbeißen“ her). So sagen wir z. B. „Ich kaue an einem Problem”, „dem zeige ich die Zähne”, „da musst du dich jetzt durchbeißen”.
Der erste Weg bei Zähneknirschen ist immer der zum Zahnarzt. Eine Aufbisschiene bekämpft das Symptom, nicht die Ursache! Gründe dafür sind oftmals Blockaden, die uns daran hindern, unsere Ziele zu erreichen.

 

Symptome der nächtlichen Kieferbewegungen

neue Schiene

neue Schiene

Depressionen, Panikattacken, Angststörungen und Gelenkprobleme, Berufsstress, Autofahrgewohnheiten, vorangegangene Mittelohrentzündungen, Druck von außen und von uns selbst, sowie die Schlafposition beeinflussen unser Kiefergelenk.

Ein Schmerzmaximum am Morgen spricht eher für nächtliche Kieferbewegungen, abendlicher Schmerz für Berufsstress und das Aufeinanderpressen der Zähne tagsüber.

abgenutzte Schiene

abgenutzte Schiene

Bei Gelenkgeräuschen differenziert man zwischen Knack- und Reibgeräuschen.
Bei der Prüfung der Kauflächen achtet man auf Abnützungsstellen, Frontzahnkontakte, fehlende Abstützung im Seitzahnbereich und Balancekontakte. Weiters können Zungenund Wangenimpressionen, abgeriebene Stellen an Zähnen, Zahnfleischrückgang, keilförmige Defekte, Lippenbeißen Hinweise auf schädliche Aktivitäten geben.

Der aus Faserknorpel bestehende Discus articularis (= Bandscheibe) teilt das Kiefergelenk in ein weiteres oberes und ein schmaleres unteres Kompartment. Das Kiefergelenk funktioniert somit als Dreh-Gleit-Gelenk. Die vordere besonders weite Gelenkkapsel begründet die Tendenz der Bandscheibe, sich unter stärkerer Belastung (Knirschen, Fehlbiss, Trauma etc.) nach vorne zu verlagern (Weg des geringsten Widerstands).
Wenn der Kondylus (= Köpfchen) des Kiefergelenkes bei Mundöffnung unter die Bandscheibe rutscht, entsteht ein Knackgeräusch.
Bei Mundöffnung zeigt der Unterkiefer eine leichte Abweichung zur betroffenen Seite. „Die Zähne zusammenbeißen“, „auf dem Zahnfleisch gehen“. Die Schmerzen können in die Zähne, den Mund, das Gesicht, den Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenbereich ausstrahlen.

Heute wird das vermehrte Bewegen der unteren Zähne auf den oberen (= Bruxismus) als eine wiederholende Kaumuskelaktivität definiert. Eine wichtige Rolle in der Stressbewältigung, um Magengeschwüren oder Herzinfarkt vorzubeugen bzw. zu verhindern.

 

Unkomplizierte Therapie

Die Patienten sind sich ihrer den Körper schützenden Gewohnheiten oft gar nicht bewusst. Vorübergehende Kopfschmerzen im Schläfenbereich, Muskelverspannungen im Nackenbereich, bis zu Verhärtungen in den Schultern, entstehen durch Knirschen. Man ist überrascht, wie offen viele Patienten heute über diese in der Vergangenheit tabuisierten Themen Auskunft geben.
Dazu zählen das Kauen auf den Lippen, den Wangen, den Fingernägeln und Schreibgeräten sowie exzessives Kaugummikauen. Es wird vermutet, dass diese Angewohnheiten ebenfalls Ausdruck der inneren Stressbewältigung sind. Im Bereich der Gesichtsmuskeln (Mm.masseter + Mm. temporalis) führt das oft zu einer auffallend eckigen Gesichtsform.

Durch das Knirschen werden Schäden an der Zahnsubstanz, Abnutzungsspuren in Front- und Seitenzahnbereich, sowie Schmelzrisse und vermehrte Beweglichkeit einzelner Zähne beobachtet. Um das festzustellen, bedarf es einer speziellen Ausbildung Ihres Zahnarztes, wobei die Erkennung dieser vom Patienten zu oft verdrängten Gewohnheiten durch eine genaue Untersuchung festgestellt werden können.

Der Zahnarzt will und kann nicht das „Knirschen“ verhindern, da es dem Stressabbau dient, aber er kann die Gesichtsmuskeln vor Verspannungen schützen, das Abkauen und damit Verkleinern Ihrer Zähne verhindern, bzw. Schmerzen vom Schläfen- bis zum Schulterbereich lösen.

Bitte sprechen Sie uns darauf an!

Ihr Team DR. Meister